Ozeanversauerung: Grundlagen
Kurz: Ozeanversauerung bezeichnet den sinkenden pH-Wert der Weltmeere durch die Aufnahme von CO2 aus der Atmosphäre. Sie bedroht besonders Meeresorganismen, die Kalkskelette oder -schalen bilden.
Genauer: Etwa ein Viertel des vom Menschen freigesetzten CO2 wird vom Ozean aufgenommen und chemisch umgewandelt.
Im Detail
- Chemischer Prozess: CO2 reagiert mit Meerwasser zu Kohlensäure, die den pH-Wert senkt und Karbonat-Ionen bindet.
- Betroffene Organismen: Korallen, Muscheln und manche Planktonarten haben zunehmend Schwierigkeiten, ihre Kalkstrukturen zu bilden.
- Nahrungskette: Da viele betroffene Organismen am Anfang mariner Nahrungsketten stehen, können Auswirkungen das gesamte Ökosystem erfassen.
- Geschwindigkeit: Die aktuelle Versauerungsrate ist historisch außergewöhnlich schnell, was Anpassung für viele Arten erschwert.
- Regionale Unterschiede: Kalte, nährstoffreiche Gewässer sind oft stärker von Versauerung betroffen als wärmere Regionen.
- Wirtschaftliche Folgen: Austern- und Muschelzuchten verzeichnen bereits messbare Ertragseinbußen durch veränderte Wasserchemie.
- Zusammenhang mit Klimawandel: Ozeanversauerung und globale Erwärmung haben dieselbe Ursache und verstärken sich gegenseitig in ihren ökologischen Folgen (korallenriffe-und-ihre-bedeutung, co2-fussabdruck-im-alltag).