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Stilmittel und rhetorische Figuren

Kurz: Stilmittel sind sprachliche Kniffe, mit denen Texte und Reden anschaulicher, eindringlicher oder schöner werden. Man findet sie in Gedichten und Romanen ebenso wie in Werbung, Schlagzeilen und Alltagssprache.

Genauer: Die antike Rhetorik hat viele dieser Figuren beschrieben und benannt. Wer sie erkennt, versteht besser, wie ein Text wirkt, und kann sie auch selbst gezielt einsetzen.

Im Detail

  • Metapher: Ein Wort wird in einem übertragenen Sinn gebraucht, ohne dass ein „wie“ den Vergleich anzeigt, etwa wenn vom „Fluss der Zeit“ die Rede ist.
  • Vergleich: Zwei Dinge werden ausdrücklich mit „wie“ oder „als ob“ verbunden, zum Beispiel „stark wie ein Bär“.
  • Personifikation: Unbelebte Dinge oder Begriffe bekommen menschliche Eigenschaften, etwa wenn „der Wind flüstert“.
  • Alliteration: Mehrere aufeinanderfolgende Wörter beginnen mit demselben Laut, was besonders in Werbesprüchen und Redewendungen beliebt ist.
  • Anapher: Mehrere Sätze oder Verse beginnen mit denselben Wörtern, wodurch eine Aussage nachdrücklich betont wird.
  • Trikolon: Eine Aufzählung aus drei Gliedern wirkt rund und einprägsam, wie das berühmte „Veni, vidi, vici“ (Ich kam, ich sah, ich siegte).
  • Hyperbel: Eine bewusste Übertreibung, etwa „Ich habe es dir tausendmal gesagt“, macht eine Aussage drastischer.
  • Ironie: Man sagt das Gegenteil dessen, was man meint, und verlässt sich darauf, dass das Gegenüber den eigentlichen Sinn erkennt.
  • Rhetorische Frage: Eine Frage, auf die keine Antwort erwartet wird, weil sie selbst schon eine Aussage enthält (rhetorik-grundlagen-ueberzeugend-sprechen, wie-sprachen-sich-wandeln).