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Stagflation: Grundlagen

Kurz: Stagflation beschreibt die ungewöhnliche Kombination aus wirtschaftlicher Stagnation und hoher Inflation gleichzeitig. Sie stellt Zentralbanken vor ein Dilemma, da klassische Werkzeuge gegen Inflation die Stagnation verstärken können.

Genauer: Normalerweise geht hohe Inflation mit starkem Wachstum einher, während Stagnation meist niedrige Inflation bedeutet.

Im Detail

  • Ursachen: Angebotsschocks wie plötzliche Ölpreissteigerungen können gleichzeitig Preise treiben und Produktion verteuern.
  • Historisches Beispiel: Die Ölkrise der 1970er Jahre löste in vielen westlichen Ländern eine klassische Stagflation aus.
  • Dilemma der Zentralbanken: Zinserhöhungen gegen Inflation können die bereits schwache Wirtschaft weiter abbremsen.
  • Arbeitsmarktfolgen: Stagflation führt häufig zu steigender Arbeitslosigkeit trotz gleichzeitig steigender Preise.
  • Phillips-Kurve: Das klassische Modell, das Inflation und Arbeitslosigkeit gegenläufig verbindet, versagt bei Stagflation.
  • Geldpolitische Antworten: Manche Zentralbanken akzeptieren vorübergehend höhere Inflation, um Wachstum zu stützen.
  • Heutige Relevanz: Lieferkettenprobleme und Energiepreisschocks weckten in jüngerer Zeit erneut Stagflationssorgen (konjunktur-und-arbeitslosigkeit, zentralbank-und-leitzins).