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Marktversagen: Grundlagen

Kurz: Von Marktversagen spricht man, wenn der freie Markt allein nicht zu einem effizienten Ergebnis führt, also Ressourcen gesamtwirtschaftlich nicht bestmöglich eingesetzt werden. Typische Ursachen sind externe Effekte, öffentliche Güter, Marktmacht und ungleich verteilte Informationen.

Genauer: Marktversagen gilt als wichtiges Argument für staatliche Eingriffe. Gleichzeitig weisen viele Ökonominnen und Ökonomen darauf hin, dass auch staatliche Maßnahmen scheitern können, was als Staatsversagen bezeichnet wird.

Im Detail

  • Effizienz als Maßstab: Ein Markt gilt als effizient, wenn niemand bessergestellt werden kann, ohne dass ein anderer schlechtergestellt wird; Marktversagen weicht davon ab.
  • Externe Effekte: Wenn Kosten oder Nutzen bei Unbeteiligten anfallen, wie Lärm oder Luftverschmutzung, spiegeln Preise nicht alle Folgen wider.
  • Öffentliche Güter: Weil niemand von ihrer Nutzung ausgeschlossen werden kann, werden sie privat oft zu wenig angeboten.
  • Marktmacht: Monopole oder Kartelle können Preise über das Wettbewerbsniveau heben und die angebotene Menge verringern.
  • Informationsasymmetrie: Weiß eine Marktseite deutlich mehr als die andere, etwa beim Gebrauchtwagenkauf, können Märkte schlecht funktionieren oder ganz zusammenbrechen.
  • Mögliche Eingriffe: Dazu zählen Steuern und Abgaben, Regulierung, Wettbewerbsrecht, Informationspflichten oder die staatliche Bereitstellung von Gütern.
  • Staatsversagen: Auch staatliche Maßnahmen können ineffizient sein, etwa durch fehlende Informationen, Fehlanreize oder Einflussnahme von Interessengruppen.
  • Abwägung: Ob und wie eingegriffen werden sollte, ist oft umstritten und hängt vom konkreten Fall und von den erwarteten Kosten und Nutzen ab (externalitaeten-grundlagen, monopol-oligopol-und-wettbewerb, oeffentliche-gueter-und-trittbrettfahrer).