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Externalitäten: Grundlagen

Kurz: Externalitäten bezeichnen Auswirkungen wirtschaftlicher Aktivitäten auf unbeteiligte Dritte, die nicht über den Marktpreis abgegolten werden. Sie zählen zu den wichtigsten Gründen für staatliche Eingriffe in freie Märkte.

Genauer: Man unterscheidet zwischen negativen Externalitäten, die Dritten schaden, und positiven Externalitäten, die ihnen zugutekommen.

Im Detail

  • Negative Externalitäten: Umweltverschmutzung durch eine Fabrik schadet Anwohnern und der Umwelt, ohne dass das Unternehmen diese Kosten im Preis trägt.
  • Positive Externalitäten: Bildung einer Person nützt nicht nur ihr selbst, sondern auch der gesamten Gesellschaft durch höhere Produktivität und geringere Kriminalität.
  • Marktversagen: Ohne staatliches Eingreifen produzieren Märkte bei negativen Externalitäten zu viel und bei positiven Externalitäten zu wenig des jeweiligen Gutes.
  • Pigou-Steuer: Eine gezielte Steuer auf schädliche Aktivitäten, etwa auf CO2-Emissionen, soll die wahren gesellschaftlichen Kosten in den Marktpreis einpreisen.
  • Subventionen: Bei positiven Externalitäten können staatliche Zuschüsse, etwa für Bildung oder Forschung, die Produktion auf ein gesellschaftlich optimales Niveau anheben.
  • Zertifikatehandel: Systeme wie der Emissionshandel setzen eine Obergrenze für schädliche Aktivitäten und lassen den Preis über Angebot und Nachfrage entstehen.
  • Grenzen der Lösungen: Die genaue Bewertung externer Kosten und Nutzen ist in der Praxis oft schwierig, was die Gestaltung wirksamer Politikmaßnahmen erschwert (angebot-und-nachfrage, co2-fussabdruck-im-alltag).