Gruppendynamik und Konformität
Kurz: Menschen passen sich oft der Gruppe an, auch gegen die eigene Wahrnehmung. Gruppen entwickeln Rollen, Normen und Dynamiken, die Verhalten stark beeinflussen.
Genauer: Im Asch-Experiment (1951) widersprachen viele Versuchspersonen offensichtlich richtigen Urteilen nicht, wenn die Gruppe falsch urteilte.
Im Detail
- Gruppendruck: Der Wunsch dazuzugehören ist stark, besonders in der Jugend.
- Gruppendenken: In geschlossenen Gruppen werden Zweifel unterdrückt und schlechte Entscheidungen getroffen.
- Zuschauereffekt: Je mehr Beobachter, desto geringer die Hilfsbereitschaft des Einzelnen. Gezielt eine Person ansprechen („Sie im roten Pullover, rufen Sie 112!“).
- Rollen: Anführer, Mitläufer, Außenseiter; Rollen prägen Erwartungen.
- Phasen: Forming, Storming, Norming, Performing beschreiben, wie Teams zusammenwachsen.
- Mut zum Widerspruch: Ein einziger Verbündeter erleichtert abweichende Meinungen deutlich (kognitive-verzerrungen, konflikte-im-team-ansprechen-und-lösen).