Dreipunktbeleuchtung
Kurz: Die Dreipunktbeleuchtung ist ein klassisches Lichtschema für Film, Video und Porträtfotografie. Sie arbeitet mit Führungslicht, Aufhelllicht und Gegenlicht.
Genauer: Jede der drei Lampen hat eine eigene Aufgabe: Form geben, Schatten mildern und das Motiv vom Hintergrund lösen. Das Schema ist ein Ausgangspunkt, den man je nach gewünschter Stimmung abwandelt.
Im Detail
- Führungslicht: Das hellste Licht steht meist seitlich vor der Person, oft etwa im 45-Grad-Winkel, und bestimmt Richtung und Charakter der Beleuchtung.
- Aufhelllicht: Ein schwächeres Licht auf der anderen Seite hellt die Schatten auf, ohne sie ganz zu entfernen; oft reicht auch ein Reflektor.
- Gegenlicht: Ein Licht hinter der Person, schräg von oben, zeichnet einen hellen Rand an Haaren und Schultern und trennt sie vom Hintergrund.
- Lichtverhältnis: Das Verhältnis von Führungs- zu Aufhelllicht entscheidet, ob ein Bild weich und freundlich oder kontrastreich und dramatisch wirkt.
- Weiches und hartes Licht: Große Lichtquellen wie Softboxen erzeugen weiche Schatten, kleine, direkte Lampen harte Schatten mit klaren Kanten.
- High-Key und Low-Key: Helle, schattenarme Bilder heißen High-Key, dunkle Bilder mit viel Schatten Low-Key.
- Hintergrundlicht: Oft kommt eine vierte Lampe hinzu, die den Hintergrund gezielt aufhellt oder farbig gestaltet.
- Mit wenig Ausrüstung: Ein Fenster als Führungslicht, eine weiße Wand oder Pappe als Aufheller und eine kleine Lampe von hinten genügen für erste Versuche.
- Farbtemperatur beachten: Alle Lichter sollten möglichst dieselbe Farbtemperatur haben, sonst entstehen unerwünschte Farbstiche (weissabgleich-und-farbtemperatur, portraetfotografie-tipps, blitz-richtig-nutzen).