Byzantinisches Reich: Grundlagen
Kurz: Das Byzantinische Reich war die östliche Fortsetzung des Römischen Reichs mit Hauptstadt Konstantinopel. Es bestand fast tausend Jahre nach dem Untergang Westroms weiter, bis zur Eroberung 1453.
Genauer: Kaiser Konstantin der Große verlegte 330 n. Chr. die Hauptstadt nach Konstantinopel, dem heutigen Istanbul.
Im Detail
- Kontinuität: Während das Weströmische Reich 476 n. Chr. endete, überlebte der östliche Teil als eigenständiger Staat.
- Kaiser Justinian: Ließ im 6. Jahrhundert das römische Recht kodifizieren und die Hagia Sophia erbauen.
- Orthodoxes Christentum: Byzanz war Zentrum des östlichen Christentums und prägte die orthodoxe Kirche entscheidend.
- Griechische Kultur: Trotz römischer Wurzeln wurde Griechisch zur vorherrschenden Sprache und Kultur des Reichs.
- Handelsmacht: Konstantinopel lag an wichtigen Handelsrouten zwischen Europa und Asien und war über Jahrhunderte eine der reichsten Städte der Welt.
- Niedergang: Kreuzzüge, innere Konflikte und der Aufstieg der Osmanen schwächten das Reich zunehmend.
- Eroberung 1453: Die Einnahme Konstantinopels durch die Osmanen markierte das endgültige Ende des Byzantinischen Reichs (roemisches-reich-aufstieg-und-niedergang, mittelalter-lebenswelt-und-gesellschaft).