Schnecken im Garten: Schäden begrenzen
Kurz: Nacktschnecken können in feuchten Jahren junge Gemüsepflanzen und Stauden über Nacht kahl fressen. Mit mehreren Maßnahmen zusammen lässt sich der Schaden gut begrenzen, ohne die Natur im Garten zu schädigen.
Genauer: Die meisten Schäden verursacht die Spanische Wegschnecke. Viele andere Schneckenarten sind harmlos oder sogar nützlich, weil sie welke Pflanzenteile zersetzen.
Im Detail
- Nützliche Arten: Der Tigerschnegel frisst Gelege anderer Nacktschnecken und sollte im Garten bleiben. Weinbergschnecken stehen in Deutschland unter Schutz und dürfen nicht getötet werden.
- Morgens gießen: Wer morgens statt abends gießt, lässt den Boden über Nacht abtrocknen. Schnecken sind vor allem nachts und bei Feuchtigkeit unterwegs.
- Absammeln: In der Dämmerung oder früh am Morgen absammeln ist mühsam, aber wirksam. Feuchte Bretter oder Tontöpfe dienen als Verstecke, unter denen man sie tagsüber findet.
- Schneckenzaun: Ein Zaun aus Metall oder Kunststoff mit abgeknickter Kante hält Schnecken von Beeten fern. Vorher müssen die Tiere innerhalb des Zauns entfernt werden.
- Natürliche Feinde: Igel, Kröten, Blindschleichen, Laufkäfer und manche Vögel fressen Schnecken. Ein naturnaher Garten mit Unterschlupf fördert diese Helfer.
- Pflanzenwahl: Robuste Pflanzen wie viele Kräuter mit starkem Duft werden seltener gefressen. Junge Salat- und Kohlpflanzen sind dagegen sehr gefährdet und können im Topf vorgezogen werden.
- Bierfallen: Bierfallen locken Schnecken auch aus der Umgebung an und fangen manchmal nützliche Tiere. Viele Gärtner raten deshalb davon ab.
- Schneckenkorn: Wenn nötig, Präparate mit Eisen-III-Phosphat sparsam streuen, das im Ökolandbau zugelassen ist. Immer die Gebrauchsanweisung beachten.
- Mulch mit Bedacht: Dicke, feuchte Mulchschichten bieten Schnecken Verstecke. In Schneckenjahren besser dünn mulchen (mulchen-im-garten, igel-im-garten-schuetzen, schaedlinge-natuerlich-bekaempfen).