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Kartoffeln im Garten anbauen

Kurz: Kartoffeln wachsen aus Pflanzknollen, die im Frühjahr in lockere, nährstoffreiche Erde gelegt werden. Sie sind pflegeleicht und liefern auch auf kleiner Fläche eine gute Ernte.

Genauer: Die Kartoffel ist ein Nachtschattengewächs und ein Starkzehrer. Wichtig sind ein warmer Boden beim Legen, regelmäßiges Anhäufeln und ein Standortwechsel von Jahr zu Jahr.

Im Detail

  • Pflanzgut: Zertifizierte Pflanzkartoffeln aus dem Fachhandel verwenden. Speisekartoffeln aus dem Supermarkt sind oft keimgehemmt und können Krankheiten übertragen.
  • Vorkeimen: Die Knollen einige Wochen vor dem Legen hell und kühl aufstellen. Kurze, kräftige Keime sorgen für einen Wachstumsvorsprung.
  • Legen: Meist im April oder Mai, wenn sich der Boden erwärmt hat. Die Knollen etwa 10 cm tief legen, mit reichlich Abstand in der Reihe und zwischen den Reihen.
  • Anhäufeln: Erde mehrmals um die Stängel zu kleinen Dämmen ziehen. So bilden sich mehr Knollen, und sie bleiben vor Licht geschützt.
  • Grüne Stellen: Knollen, die Licht abbekommen, werden grün und bilden das giftige Solanin. Grüne Stellen großzügig wegschneiden oder die Knolle entsorgen.
  • Krankheiten: Die Kraut- und Knollenfäule ist die häufigste Pilzkrankheit. Luftige Abstände, frühe Sorten und das Gießen am Boden statt über das Laub helfen.
  • Kartoffelkäfer: Käfer und ihre roten Larven regelmäßig absammeln und die Blattunterseiten nach gelben Eigelegen absuchen.
  • Ernte: Frühkartoffeln können schon im Sommer geerntet werden. Lagerkartoffeln erntet man, wenn das Kraut abgestorben ist und die Schale fest geworden ist.
  • Lagerung und Fruchtfolge: Dunkel, kühl und frostfrei lagern. Kartoffeln mehrere Jahre nicht an dieselbe Stelle setzen (fruchtfolge-im-gemuesegarten, duengen-grundlagen).