Fruchtfolge im Gemüsegarten
Kurz: Fruchtfolge bedeutet, auf einem Beet jedes Jahr Gemüse aus einer anderen Pflanzenfamilie anzubauen, statt immer dasselbe am gleichen Ort. Das beugt Bodenmüdigkeit, Nährstoffmangel und der Ausbreitung von Krankheiten vor.
Genauer: Pflanzen derselben Familie ziehen ähnliche Nährstoffe aus dem Boden und sind oft von denselben Schädlingen oder Krankheiten betroffen, die sich im Boden anreichern können.
Im Detail
- Starkzehrer zuerst: Tomaten, Kohl oder Kürbis brauchen im ersten Jahr nach der Düngung viele Nährstoffe und wachsen dort am besten.
- Mittelzehrer danach: Im zweiten Jahr folgen Pflanzen wie Zwiebeln oder Möhren, die mit weniger Nährstoffen zurechtkommen.
- Schwachzehrer zuletzt: Kräuter und Hülsenfrüchte wie Bohnen oder Erbsen schließen den Zyklus und reichern den Boden sogar mit Stickstoff an.
- Mischkultur ergänzen: Fruchtfolge lässt sich gut mit Mischkultur innerhalb einer Saison kombinieren (mischkultur-im-gemuesegarten).
- Familienzugehörigkeit beachten: Tomaten, Kartoffeln und Paprika gehören alle zu den Nachtschattengewächsen und sollten nicht aufeinander folgen.
- Bodenruhe: Nach drei bis vier Jahren Anbau empfiehlt sich eine Pause mit Gründüngung, bevor derselbe Pflanzentyp wiederkehrt.
- Planung: Ein einfacher Gartenplan mit den Vorjahren hilft, den Überblick über die Fruchtfolge zu behalten (tomaten-anbauen).