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Seilspringen als Training

Kurz: Seilspringen ist ein effektives Ausdauer- und Koordinationstraining, das wenig Platz und kaum Ausrüstung braucht. Schon kurze Einheiten bringen den Puls deutlich nach oben.

Genauer: Beim Springen arbeiten vor allem Waden, Füße und Beine, dazu Schultern und Unterarme, die das Seil drehen. Gleichzeitig verbessert das gleichmäßige Timing Rhythmusgefühl und Koordination. Weil die Belastung für Füße und Beine hoch ist, sollte man langsam einsteigen.

Im Detail

  • Seillänge: Ein grober Richtwert: Steht man mit beiden Füßen in der Mitte des Seils, reichen die Griffe etwa bis unter die Achseln. Viele Seile lassen sich in der Länge verstellen.
  • Grundsprung: Mit beiden Füßen gleichzeitig nur wenige Zentimeter hoch springen und auf den Fußballen landen. Die Knie bleiben leicht gebeugt.
  • Armhaltung: Die Oberarme bleiben nah am Körper, das Seil wird vor allem aus den Handgelenken gedreht, nicht mit großen Armkreisen.
  • Untergrund: Ein leicht federnder Boden wie Holz, eine Sportmatte oder Tartan schont die Gelenke mehr als Beton oder Fliesen.
  • Schuhe: Gut sitzende Sportschuhe mit Dämpfung im Vorfußbereich sind sinnvoll. Barfuß zu springen ist für Einsteiger eher nicht empfehlenswert.
  • Einstieg: Mit kurzen Intervallen beginnen, zum Beispiel 30 Sekunden springen und 30 Sekunden Pause, und die Gesamtzeit über Wochen steigern (hiit-intervalltraining, aufwaermen-und-cooldown).
  • Varianten: Wechselschritt wie beim Laufen, Springen auf einem Bein, seitliche Sprünge oder später der Doppeldurchschlag mit zwei Seildrehungen pro Sprung.
  • Vorsicht: Bei Knie-, Sprunggelenk- oder Achillessehnenbeschwerden, Beckenbodenproblemen oder starkem Übergewicht ist ein gelenkschonenderes Training oft besser. Im Zweifel ärztlich beraten lassen.
  • Platz: Rundum ausreichend Abstand halten und auf Lampen, Möbel und andere Personen achten.