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Nordic Walking

Kurz: Nordic Walking ist zügiges Gehen mit zwei speziellen Stöcken, mit denen man sich aktiv vom Boden abdrückt. Dadurch arbeiten neben den Beinen auch Arme, Schultern und Oberkörper mit.

Genauer: Die Belastung für Gelenke ist geringer als beim Laufen, die Intensität lässt sich über Tempo, Gelände und Stockeinsatz gut steuern. Das macht Nordic Walking für Einsteiger, Ältere und Menschen mit Übergewicht interessant. Entscheidend für den Nutzen ist eine saubere Technik.

Im Detail

  • Stöcke: Nordic-Walking-Stöcke haben eine Handschlaufe, die die Hand umschließt, und unterscheiden sich von Wanderstöcken. Eine verbreitete Faustregel für die Länge ist etwa zwei Drittel der Körpergröße.
  • Diagonaler Gang: Wie beim normalen Gehen schwingen rechter Arm und linkes Bein gemeinsam nach vorn und umgekehrt.
  • Stockeinsatz: Der Stock wird schräg nach hinten zeigend etwa auf Höhe zwischen den Füßen aufgesetzt und kraftvoll nach hinten geschoben. Hinten öffnet sich die Hand, die Schlaufe hält den Stock.
  • Haltung: Aufrecht gehen, Schultern locker, Blick nach vorn. Die Schritte sind etwas länger als beim gewöhnlichen Spazierengehen.
  • Untergrund: Auf Wald- und Feldwegen greifen die Metallspitzen. Auf Asphalt dämpfen aufgesteckte Gummipuffer und verringern das Klappern.
  • Intensität: Für das Ausdauertraining eignet sich ein Tempo, bei dem man noch in ganzen Sätzen sprechen kann (ausdauertraining-grundlagen, herzfrequenz-und-trainingszonen).
  • Einstieg: Mit kurzen Runden beginnen und Dauer sowie Häufigkeit langsam steigern. Ein Kurs hilft, typische Fehler wie bloßes Mitschleifen der Stöcke zu vermeiden.
  • Ausrüstung: Gute Schuhe mit Profil und wetterangepasste Kleidung im Zwiebelprinzip reichen aus.
  • Gesundheit: Wer Vorerkrankungen hat oder lange keinen Sport gemacht hat, spricht vorher mit der Hausarztpraxis.