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Der Schalenaufbau der Erde

Kurz: Die Erde ist aufgebaut wie eine Zwiebel aus mehreren Schalen: Kruste, Mantel, äußerer Kern und innerer Kern. Je tiefer man kommt, desto heißer und dichter wird es.

Genauer: Der Erdradius beträgt rund 6.370 Kilometer, doch die tiefste Bohrung reicht nur etwa 12 Kilometer hinab. Was wir über das Erdinnere wissen, stammt vor allem aus Erdbebenwellen, die je nach Material unterschiedlich schnell laufen, gebrochen oder gar nicht weitergeleitet werden.

Im Detail

  • Erdkruste: Die äußerste, dünne Schale ist unter Ozeanen meist nur 5 bis 10 Kilometer dick, unter Kontinenten etwa 30 bis 70 Kilometer, unter hohen Gebirgen am dicksten.
  • Erdmantel: Er reicht bis in etwa 2.900 Kilometer Tiefe und macht den größten Teil des Erdvolumens aus. Sein Gestein ist fest, kann aber über lange Zeiträume sehr langsam fließen.
  • Lithosphäre und Asthenosphäre: Kruste und oberster Mantel bilden zusammen die starre Lithosphäre, die in Platten zerbrochen ist. Darunter liegt eine weichere Zone, auf der die Platten gleiten.
  • Äußerer Kern: Von etwa 2.900 bis 5.100 Kilometer Tiefe besteht der Kern aus flüssigem Eisen und Nickel. Seine Strömungen erzeugen das Erdmagnetfeld.
  • Innerer Kern: Im Zentrum liegt eine feste Kugel aus Eisen und Nickel mit gut 1.200 Kilometer Radius. Trotz Temperaturen von mehreren tausend Grad bleibt sie wegen des enormen Drucks fest.
  • Hitze im Inneren: Im Kern ist es ähnlich heiß wie an der Oberfläche der Sonne. Die Wärme stammt teils aus der Entstehungszeit der Erde, teils aus dem Zerfall radioaktiver Stoffe.
  • Beweis durch Erdbebenwellen: Bestimmte Wellen, sogenannte S-Wellen, können sich nicht durch Flüssigkeiten bewegen. Dass sie den äußeren Kern nicht durchqueren, zeigt, dass er flüssig ist.
  • Spürbar an der Oberfläche: Die innere Wärme treibt Vulkane, Erdbeben und die Bewegung der Kontinente an und lässt sich in Thermalquellen und Geothermie nutzen.
  • Zusammenhänge: Plattentektonik, Magnetfeld und Vulkanismus haben ihren Ursprung im Erdinneren (plattentektonik, erdmagnetfeld, erdbeben-und-vulkane).