Das Erdmagnetfeld
Kurz: Die Erde ist von einem Magnetfeld umgeben, das Kompassnadeln ausrichtet und uns vor einem Teil der geladenen Teilchen aus dem All schützt.
Genauer: Das Feld entsteht im flüssigen äußeren Erdkern. Dort strömt geschmolzenes Eisen mit Nickel, und diese Bewegung elektrisch leitender Schmelze erzeugt wie ein Dynamo elektrische Ströme und damit ein Magnetfeld (Geodynamo).
Im Detail
- Wie ein Stabmagnet: In grober Näherung gleicht das Feld dem eines großen Stabmagneten, der leicht schräg zur Erdachse im Erdinneren steckt.
- Vertauschte Pole: Der Nordpol der Kompassnadel zeigt nach Norden. Physikalisch liegt dort also ein magnetischer Südpol, auch wenn er umgangssprachlich magnetischer Nordpol heißt.
- Missweisung: Magnetischer und geografischer Pol liegen nicht an derselben Stelle. Die Abweichung der Kompassrichtung von der echten Nordrichtung heißt Deklination und ist je nach Ort verschieden.
- Wandernde Pole: Die Magnetpole verschieben sich ständig, teils um viele Kilometer pro Jahr. Karten und Navigationssysteme werden deshalb regelmäßig angepasst.
- Polumkehr: Im Lauf der Erdgeschichte hat sich das Feld viele Male umgepolt, in unregelmäßigen Abständen. Die letzte vollständige Umkehr liegt rund 780.000 Jahre zurück.
- Spuren im Gestein: Erstarrende Lava speichert die Richtung des damaligen Feldes. Streifenmuster am Meeresboden halfen so, die Plattentektonik zu belegen.
- Schutzschild: Die Magnetosphäre lenkt einen großen Teil des Sonnenwinds ab. Gelangen Teilchen in der Nähe der Pole in die Atmosphäre, entstehen Polarlichter.
- Orientierung von Tieren: Viele Zugvögel, Meeresschildkröten und andere Tiere können das Magnetfeld wahrnehmen und zur Orientierung nutzen.
- Weiterlesen: Kompass, Polarlichter und Magnetismus hängen eng zusammen (kompass-und-himmelsrichtungen, polarlichter, magnetismus-grundlagen).