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Verbraucherkredit: Grundlagen

Kurz: Ein Verbraucherkredit ist ein Darlehen, das Privatpersonen für Konsumzwecke wie Möbel, Reisen oder Autos aufnehmen, und unterliegt in Deutschland besonderen gesetzlichen Schutzvorschriften. Diese Regelungen sollen Verbraucher vor übereilten oder unvorteilhaften Kreditentscheidungen schützen.

Genauer: Der effektive Jahreszins ist die wichtigste Vergleichsgröße, da er alle Kosten des Kredits einschließt, nicht nur den nominalen Zinssatz.

Im Detail

  • Widerrufsrecht: Verbraucher können einen abgeschlossenen Kreditvertrag innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen widerrufen.
  • Effektiver Jahreszins: Diese Kennzahl berücksichtigt neben dem nominalen Zinssatz auch Bearbeitungsgebühren und andere Kosten, was einen echten Vergleich zwischen Angeboten ermöglicht.
  • Bonitätsprüfung: Banken prüfen vor der Kreditvergabe die Kreditwürdigkeit, oft unter Einbeziehung von Auskunfteien wie der Schufa.
  • Vorzeitige Rückzahlung: Kreditnehmer haben grundsätzlich das Recht, den Kredit vorzeitig zurückzuzahlen, wobei die Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen kann.
  • Dispositionskredit: Der Überziehungskredit auf dem Girokonto zählt ebenfalls als Verbraucherkredit, hat aber meist deutlich höhere Zinsen als ein klassischer Ratenkredit.
  • Restschuldversicherung: Diese oft angebotene Zusatzversicherung sichert die Rückzahlung bei Arbeitslosigkeit oder Tod ab, ist aber häufig teuer und nicht immer sinnvoll.
  • Überschuldungsrisiko: Mehrere parallele Kredite oder zu hohe Monatsraten im Verhältnis zum Einkommen erhöhen das Risiko einer Überschuldung erheblich (steuerklassen-und-lohnsteuer, schattenwirtschaft-und-schwarzarbeit).