Zahnpflege richtig: putzen, Zahnseide und Vorsorge
Kurz: Zweimal täglich zwei Minuten mit fluoridhaltiger Zahnpasta putzen, die Zahnzwischenräume täglich reinigen und regelmäßig zur Kontrolle gehen, schützt am besten vor Karies und Zahnfleischentzündung.
Genauer: Karies entsteht, wenn Bakterien im Zahnbelag Zucker in Säure umwandeln, die den Zahnschmelz angreift. Fluorid macht den Schmelz widerstandsfähiger.
Im Detail
- Putzen: Morgens und abends, je etwa zwei Minuten. Alle Flächen: außen, innen, Kauflächen. Kleine kreisende oder rüttelnde Bewegungen, ohne Druck. Zu fester Druck schadet dem Zahnfleisch.
- Zahnpasta: Mit Fluorid (für Erwachsene etwa 1.400 bis 1.500 ppm). Erbsengroße Menge, nach dem Putzen ausspucken, kaum nachspülen.
- Bürste: Weiche bis mittelharte Borsten. Elektrische Zahnbürsten mit Zeitgeber und Andruckkontrolle erleichtern gründliches Putzen. Alle ein bis drei Monate wechseln.
- Zwischenräume: Täglich mit Zahnseide oder Interdentalbürsten reinigen, denn die Bürste erreicht dort nur einen Teil der Flächen.
- Zunge: Mit Zungenreiniger oder der Bürste reinigen, das mindert Mundgeruch.
- Ernährung: Weniger Zucker und seltener zuckerhaltige Snacks oder Getränke. Entscheidend ist die Häufigkeit der Zuckerreize, nicht nur die Menge. Säurehaltige Getränke greifen den Schmelz an. Nicht direkt danach putzen, etwa 30 Minuten warten.
- Kontrolle: Halbjährlich zur Zahnärztin oder zum Zahnarzt. Zahnstein entfernen lassen, professionelle Zahnreinigung nach Bedarf.
- Kinder: Ab dem ersten Zahn mit fluoridhaltiger Kinderzahnpasta putzen. Eltern putzen nach, bis das Schreiben sicher klappt.
- Zahnfleischbluten: Meist ein Zeichen von Entzündung durch Belag. Nicht aufhören zu putzen, sondern gründlicher werden und abklären lassen.
Siehe auch: Versteckter Zucker
Allgemeine Information, keine medizinische Beratung. Bei Beschwerden oder Fragen zu deiner Situation sprich mit einer Ärztin oder einem Arzt.