Versteckter Zucker in Lebensmitteln
Kurz: Zucker steht in Zutatenlisten oft unter vielen Namen. Dadurch rutscht er nach hinten, obwohl die Summe groß sein kann.
Genauer: Die Zutatenliste ist nach Gewicht sortiert. Wenn ein Hersteller mehrere Zuckerarten verwendet, steht jede einzelne weiter hinten, als „Zucker” insgesamt stünde.
Kontext bei uns: Der Produktscanner erkennt Zuckerarten in der Zutatenliste, zählt sie und vergibt einen Abzug, wenn drei oder mehr verschiedene vorkommen.
Im Detail
Namen für Zucker
- Saccharose, Glukose, Fruktose, Dextrose, Maltose, Laktose
- Glukosesirup, Glukose-Fruktose-Sirup, Maissirup, Invertzucker, Reissirup
- Maltodextrin, Dicksaft, Honig, Agavendicksaft, Ahornsirup, Karamellsirup, Süßmolkenpulver
- „Fruchtsüße” und konzentrierter Fruchtsaft
Wie viel ist viel?
- Zuckerhaltige Getränke: oft 8 bis 11 g je 100 ml, das sind fünf bis sieben Stück Würfelzucker je Glas.
- Die Nährwerttabelle nennt „davon Zucker” je 100 g. Mehr als 22,5 g gelten als hoch, weniger als 5 g als niedrig.
- Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, freie Zucker auf unter 10 % der Energie zu begrenzen, besser 5 %.
Tipps
- Auf „davon Zucker” je 100 g achten, nicht auf die Werbung.
- Naturjoghurt, Haferflocken und Obst selbst kombinieren.
Siehe auch: Süßungsmittel und Zuckeraustauschstoffe, Nutri-Score, Nährwerttabelle lesen