EMZETT.
Login

Magen-Darm-Infekt: was zu Hause hilft und wann zum Arzt

Kurz: Ein Magen-Darm-Infekt äußert sich meist durch Übelkeit, Erbrechen und Durchfall und wird häufig von Viren ausgelöst. Bei sonst gesunden Erwachsenen klingt er oft innerhalb weniger Tage von selbst ab.

Genauer: Das Wichtigste ist, den Verlust von Flüssigkeit und Salzen auszugleichen und andere vor Ansteckung zu schützen. Besonders gefährdet für einen Flüssigkeitsmangel sind Säuglinge, Kleinkinder, ältere und chronisch kranke Menschen.

Hinweis: Kein Ersatz für ärztliche Beratung.

Im Detail

  • Häufige Erreger: Viele Infekte werden durch Viren wie Noro- oder Rotaviren verursacht, manche auch durch Bakterien aus verdorbenen oder unzureichend erhitzten Lebensmitteln.
  • Viel trinken: Trinken Sie regelmäßig kleine Mengen, etwa Wasser oder Kräutertee; in der Apotheke gibt es zudem Elektrolytlösungen, zu denen Sie sich dort beraten lassen können (trinken-und-fluessigkeitsbedarf).
  • Leichte Kost: Sobald der Appetit zurückkehrt, eignen sich leicht verdauliche Speisen wie Zwieback, Reis, Kartoffeln oder Bananen; fettige und stark gewürzte Speisen besser meiden.
  • Ruhe: Schonen Sie sich und bleiben Sie zu Hause, bis die Beschwerden abgeklungen sind.
  • Hygiene: Gründliches Händewaschen nach dem Toilettengang und vor dem Essen, eigene Handtücher und das Reinigen von Toilette und Waschbecken verringern das Ansteckungsrisiko für Mitbewohner.
  • Sehr ansteckend: Noroviren werden schon durch kleinste Mengen übertragen; Erkrankte sollten nach Möglichkeit nicht für andere kochen.
  • Kita, Schule und Beruf: Für Gemeinschaftseinrichtungen und Berufe mit Lebensmitteln gelten besondere Regeln, wann man wieder hingehen darf; fragen Sie im Zweifel die Einrichtung, den Arbeitgeber oder die Arztpraxis.
  • Warnzeichen: Ärztliche Hilfe ist nötig bei Anzeichen eines Flüssigkeitsmangels wie kaum Urin, starkem Schwindel oder Benommenheit, bei Blut im Stuhl, hohem Fieber, starken Bauchschmerzen oder wenn die Beschwerden mehrere Tage anhalten.
  • Kinder und Ältere: Bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren oder geschwächten Menschen sollte man früher ärztlichen Rat einholen; außerhalb der Sprechzeiten hilft die 116117, im Notfall die 112 (haende-waschen-und-hygiene, aerztlicher-bereitschaftsdienst-116117).