Energieausweis und Dämmung
Kurz: Der Energieausweis beschreibt, wie viel Energie ein Gebäude braucht. Dämmung senkt den Wärmeverlust über Dach, Wände, Fenster und Keller.
Genauer: Beim Verkauf oder bei der Neuvermietung muss der Eigentümer den Ausweis vorlegen. Er ist ein Vergleichswert, kein Garant für die tatsächlichen Heizkosten.
Im Detail
- Bedarfsausweis: Berechnet aus Bauteilen und Heizung, unabhängig vom Verhalten der Bewohner. Verbrauchsausweis: Aus den Abrechnungen der letzten drei Jahre, daher vom Nutzungsverhalten abhängig.
- Effizienzklassen: A+ (sehr sparsam) bis H (sehr hoch). Angaben zum Endenergiebedarf in kWh pro Quadratmeter und Jahr.
- Geltung: Zehn Jahre. Aussteller sollten qualifiziert sein; reine Online-Ausweise ohne Daten vom Haus sind kritisch zu sehen.
- Wärmeverlust: Grob entfallen die größten Anteile auf Außenwände und Dach, dazu Fenster, Kellerdecke und Lüftung. Ein Gebäude mit hohem Verlust braucht viel Heizleistung.
- U-Wert: Maß für den Wärmedurchgang eines Bauteils. Je kleiner, desto besser gedämmt.
- Maßnahmen: Oberste Geschossdecke oder Dach dämmen (oft günstig), Kellerdecke dämmen, Fassadendämmung, Fenstertausch, Heizungsrohre dämmen. Reihenfolge klug planen, damit Heizung und Gebäude zusammenpassen.
- Feuchtigkeit: Dämmung ändert Luftfeuchte und Wärmebrücken. Fachplanung vermeidet Schimmel, siehe Lüften und Schimmel.
- Förderung und Pflichten: Es gibt Förderprogramme, außerdem Pflichten bei Sanierung und Heizungstausch. Beides ändert sich, aktuelle Regeln prüfen.
Siehe auch: Heizkosten senken, Wärmepumpe