KI-Chips im Vergleich: GPU, TPU, NPU und Co.
Kurz: KI rechnet vor allem Matrizenmultiplikationen. Dafür gibt es spezielle Chips, die viele davon gleichzeitig und sparsam erledigen: GPU, TPU, NPU und weitere Beschleuniger.
Die wichtigsten Typen
- CPU: wenige, sehr flexible Kerne. Gut für Steuerung, schlecht für riesige Matrizen.
- GPU: tausende kleine Kerne, ursprünglich für Grafik, siehe Warum GPUs für KI?. Heute Standard für Training und Betrieb. Spezielle Tensor-Kerne beschleunigen Matrizenrechnung in niedriger Genauigkeit.
- TPU (Google): auf Matrizenrechnung zugeschnittene Chips mit sogenannten Systolic Arrays, in großen Verbünden zusammengeschaltet.
- NPU: kleine, stromsparende KI-Einheit in Handys und Laptops, etwa für Foto- und Spracherkennung auf dem Gerät.
- Spezialchips (Groq, Cerebras u. a.): eigene Architekturen, zum Beispiel sehr viel schneller Chip-Speicher oder ein ganzer Wafer als ein Chip, um den Datenverkehr zu sparen.
Was wirklich zählt
- Rechenleistung in FLOPS bei der genutzten Genauigkeit (FP16, FP8, INT4).
- Speicher und Speicherbandbreite: Bei der Textgenerierung wartet der Chip meist auf Daten, nicht auf Rechnen, siehe Inferenz-Server: Batching, PagedAttention und vLLM.
- Verbindung zwischen Chips, wenn ein Modell auf viele verteilt wird (Training im Großen: GPUs, Parallelität und Speicher).
- Software: Treiber und Bibliotheken entscheiden oft, wie viel Leistung ankommt.
- Energie und Kosten.
Siehe auch: Edge-KI: Modelle auf Handy und Raspberry Pi, Modell-Verkleinerung: Destillation und Pruning