C2PA und Herkunftsnachweise für KI-Inhalte
Kurz: C2PA ist ein offener Standard, der in Bild-, Video- und Audiodateien einen überprüfbaren Herkunftsnachweis einbettet: wer oder was die Datei erzeugt hat und welche Bearbeitungen folgten. Die Anzeige im Programm heißt oft „Content Credentials“.
Wie es funktioniert
- Kamera, Bearbeitungsprogramm oder KI-Dienst schreibt ein Manifest in die Datei: Erzeuger, Zeitpunkt, Bearbeitungsschritte.
- Das Manifest wird mit einem digitalen Zertifikat signiert (siehe Digitale Signatur).
- Wer die Datei prüft, kann die Signatur kontrollieren und sieht, ob der Inhalt seit der Signatur verändert wurde.
Wasserzeichen im Bild
Zusätzlich gibt es unsichtbare Wasserzeichen, die in die Pixel selbst eingerechnet werden und Skalieren oder leichte Kompression teilweise überstehen. Sie lassen sich aber mit genug Aufwand entfernen oder stören.
Grenzen
- Ein fehlendes Manifest beweist nichts: Screenshots und manche Plattformen entfernen die Daten.
- Ein vorhandenes Manifest belegt nur, was der Signierende behauptet, nicht dass das Bild „wahr“ ist.
- Nicht alle Geräte und Dienste machen mit.
Der Standard hilft deshalb vor allem, echte Aufnahmen zu belegen, und ergänzt die Erkennung, die in Deepfakes und KI-Erkennung beschrieben ist. Rechtlich spielt auch der EU AI Act und Regeln für KI eine Rolle, der Kennzeichnung von KI-Inhalten verlangt.
Siehe auch: Videogenerierung mit KI