Bootvorgang: UEFI, GRUB, initramfs und Kernel
Kurz: Beim Start lädt die Firmware (UEFI) den Bootloader (zum Beispiel GRUB), dieser den Kernel und das initramfs. Der Kernel startet dann das Init-System (systemd), das die Dienste und den Desktop hochfährt.
Genauer: Das initramfs ist ein kleines temporäres Dateisystem im Speicher mit Treibern, die der Kernel braucht, um die eigentliche Festplatte (verschlüsselt, RAID, LVM) einzuhängen.
Im Detail
- UEFI/BIOS: Hardware-Selbsttest, sucht Bootmedium (EFI-Systempartition).
- Bootloader: GRUB, systemd-boot, rEFInd oder Limine zeigt ein Menü.
- Kernel + initramfs:
vmlinuz-6.xundinitramfs-6.x.imgaus/boot. - Wurzel-Dateisystem einhängen: Passwort für verschlüsselte Platte, LVM aktivieren.
- Init (PID 1): systemd startet Dienste, siehe systemd und Init-Systeme.
- Display-Manager und Desktop, siehe Display-Manager und Anmeldebildschirm.
- GRUB: Konfig
/etc/default/grub, danachsudo update-grub(Debian) bzw.grub-mkconfig -o /boot/grub/grub.cfg. - Kernel-Parameter: Zusatzoptionen wie
quiet splash,nomodeset,init=/bin/bash. - initramfs neu bauen:
update-initramfs -u(Debian),dracut --force(Fedora),mkinitcpio -P(Arch). - Secure Boot: Prüft Signaturen von Bootloader und Kernel (shim).
- Fehler: „Kernel panic – not syncing: VFS: Unable to mount root fs“ heißt, das Wurzel-Dateisystem wurde nicht gefunden.
- Dual-Boot: GRUB oder rEFInd listet Windows und Linux.
Siehe auch: Der Linux-Kernel im Überblick, Kernel Panic und Oops