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Bootvorgang: UEFI, GRUB, initramfs und Kernel

Kurz: Beim Start lädt die Firmware (UEFI) den Bootloader (zum Beispiel GRUB), dieser den Kernel und das initramfs. Der Kernel startet dann das Init-System (systemd), das die Dienste und den Desktop hochfährt.

Genauer: Das initramfs ist ein kleines temporäres Dateisystem im Speicher mit Treibern, die der Kernel braucht, um die eigentliche Festplatte (verschlüsselt, RAID, LVM) einzuhängen.

Im Detail

  1. UEFI/BIOS: Hardware-Selbsttest, sucht Bootmedium (EFI-Systempartition).
  2. Bootloader: GRUB, systemd-boot, rEFInd oder Limine zeigt ein Menü.
  3. Kernel + initramfs: vmlinuz-6.x und initramfs-6.x.img aus /boot.
  4. Wurzel-Dateisystem einhängen: Passwort für verschlüsselte Platte, LVM aktivieren.
  5. Init (PID 1): systemd startet Dienste, siehe systemd und Init-Systeme.
  6. Display-Manager und Desktop, siehe Display-Manager und Anmeldebildschirm.
  • GRUB: Konfig /etc/default/grub, danach sudo update-grub (Debian) bzw. grub-mkconfig -o /boot/grub/grub.cfg.
  • Kernel-Parameter: Zusatzoptionen wie quiet splash, nomodeset, init=/bin/bash.
  • initramfs neu bauen: update-initramfs -u (Debian), dracut --force (Fedora), mkinitcpio -P (Arch).
  • Secure Boot: Prüft Signaturen von Bootloader und Kernel (shim).
  • Fehler: „Kernel panic – not syncing: VFS: Unable to mount root fs“ heißt, das Wurzel-Dateisystem wurde nicht gefunden.
  • Dual-Boot: GRUB oder rEFInd listet Windows und Linux.

Siehe auch: Der Linux-Kernel im Überblick, Kernel Panic und Oops