GTK und Qt: die zwei Toolkits
Kurz: GTK und Qt sind Bibliotheken, mit denen Programme ihre Fenster, Knöpfe und Menüs zeichnen. GNOME-Programme nutzen GTK, KDE-Programme Qt. Beide laufen auf jedem Desktop.
Genauer: Ein Toolkit liefert fertige Bedienelemente. Die Wahl bestimmt das Aussehen und das Verhalten (Dialoge, Dateiauswahl, Schriften).
Im Detail
- GTK (GIMP Toolkit): Geschrieben in C, ursprünglich für GIMP. Aktuell GTK 4. Lizenz LGPL. Programme: GIMP, Firefox (unter Linux), Inkscape, GNOME-Anwendungen.
- Qt: Geschrieben in C++, Qt 6 aktuell. Lizenz LGPL/GPL oder kommerziell. Programme: VLC, OBS, Telegram Desktop, Krita, KDE-Anwendungen.
- Optik angleichen: Mit Themen für beide Toolkits (Kvantum für Qt, GTK-Themen) lassen sich Programme einheitlich darstellen.
- Libadwaita: GNOME-Bibliothek, die GTK-4-Programme ein einheitliches modernes Aussehen gibt.
- Weitere: Electron (Web-Technik, z. B. VS Code), Flutter, wxWidgets, FLTK, iced (Rust).
Siehe auch: GNOME, KDE Plasma