Partitionen
Kurz: Eine Partition ist ein abgegrenzter Bereich eines Datenträgers, der wie ein eigenes Laufwerk behandelt wird. Auf jeder Partition liegt ein Dateisystem.
Genauer: Eine Festplatte oder SSD wird dafür mit einer Partitionstabelle (MBR oder GPT) in Abschnitte geteilt. Das Betriebssystem sieht jeden Abschnitt als separates Laufwerk (zum Beispiel C: und D:).
Im Detail
Wozu partitionieren?
- Betriebssystem und Daten trennen. Bei einer Neuinstallation bleiben Daten erhalten.
- Mehrere Betriebssysteme auf einer Platte (Dual Boot).
- Besondere Bereiche: Startpartition, Wiederherstellung, Auslagerung.
- Unterschiedliche Dateisysteme oder Verschlüsselung.
Typische Partitionen eines Windows-11-Rechners (GPT):
| Partition | Größe | Zweck |
|---|---|---|
| EFI-Systempartition (ESP) | 100 – 260 MB | Bootloader und Startdateien |
| Microsoft-reserviert (MSR) | 16 MB | Verwaltung, nicht sichtbar |
| Windows (C:) | der Hauptteil | Betriebssystem und Programme |
| Wiederherstellung | 500 – 1000 MB | Windows-Reparaturumgebung (WinRE) |
Dateisysteme: NTFS (Windows), FAT32/exFAT (USB, EFI), ext4 (Linux), APFS (macOS).
Werkzeuge: Windows Datenträgerverwaltung, diskpart, Linux fdisk, gdisk, parted, GParted.
Arten bei MBR: Primär (max. 4), erweitert (Container für beliebig viele logische Laufwerke), aktiv (von der der Start erfolgt).
- Vergrößern/Verkleinern: Meist ohne Datenverlust möglich, aber Sicherung vorher anfertigen.
- Partition ≠ Laufwerk ≠ Datenträger: Ein Datenträger (Disk) enthält Partitionen. Ein Laufwerk ist der Buchstabe, unter dem eine Partition sichtbar wird.
- Gefahren: Falsche Partition formatieren oder löschen vernichtet Daten.
Siehe auch: GPT (GUID Partition Table), MBR (Master Boot Record), EFI-Systempartition und Systempartition