EFI-Systempartition und Systempartition
Kurz: Die EFI-Systempartition (ESP) ist eine kleine FAT32-Partition, in der die UEFI-Firmware die Startdateien findet (Bootloader). Die Systempartition ist dagegen die Windows-Partition mit dem Betriebssystem, und diese Begriffe werden oft verwechselt.
Genauer: Die Firmware kann nur FAT-Dateisysteme lesen. Deshalb liegt der Bootloader auf einer eigenen FAT32-Partition. Von dort wird die Kette gestartet, die am Ende auf die eigentliche Windows-Partition zugreift.
Im Detail
| Name | Inhalt | Dateisystem |
|---|---|---|
| EFI-Systempartition (ESP) | Bootloader (\EFI\Microsoft\Boot\bootmgfw.efi), BCD, Boot-Treiber | FAT32 |
| Systempartition (Windows-Begriff, je nach Quelle) | bei BIOS-Systemen der Teil mit Boot-Manager (bootmgr), bei UEFI die ESP | NTFS / FAT32 |
| Startpartition (Boot-Partition) | Windows selbst (C:\Windows) | NTFS |
Merke: Bei Microsoft ist die „Systempartition” jene mit den Startdateien, die „Startpartition” jene mit dem Betriebssystem. Das klingt verdreht, ist aber so definiert.
Verzeichnis der ESP (Windows):
\EFI\Microsoft\Boot\bootmgfw.efi Boot-Manager
\EFI\Microsoft\Boot\BCD Boot-Konfigurationsdaten
\EFI\Boot\bootx64.efi Standard-Ladepfad der Firmware
- Linux nutzt dieselbe ESP: Hier liegen
\EFI\ubuntu\grubx64.efioder systemd-boot. Dual-Boot-Systeme teilen sich eine ESP. - Typ-GUID:
C12A7328-F81F-11D2-BA4B-00A0C93EC93B. Daran erkennt die Firmware sie. - Reparatur: Ist die ESP gelöscht oder beschädigt, startet der Rechner nicht („No bootable device”). In der Windows-Reparaturumgebung:
diskpartESP mounten, dannbcdboot C:\Windows /s S: /f UEFI. - Größe: 100 MB reichen für Windows. Mehrere Linux-Kerne oder Firmware-Updates brauchen 500 MB bis 1 GB.
- Sicherheit: Wer die ESP ändern kann, kann den Bootloader austauschen. Secure Boot prüft die Signatur dagegen.
Siehe auch: Bootloader, Boot-Dateien, GPT (GUID Partition Table)