MBR (Master Boot Record)
Kurz: Der MBR ist der erste Sektor (512 Byte) eines Datenträgers. Er enthält ein kleines Startprogramm und die Partitionstabelle mit bis zu vier Einträgen. Er gehört zum alten BIOS-Verfahren.
Genauer: Das BIOS lädt diesen Sektor in den Speicher und führt ihn aus. Das Programm darin sucht die als „aktiv” markierte Partition und lädt deren Startsektor, von dem aus der eigentliche Bootloader startet.
Im Detail
Aufbau der 512 Byte:
| Bytes | Inhalt |
|---|---|
| 0 – 445 | Bootcode (446 Byte) |
| 446 – 509 | Partitionstabelle: 4 Einträge à 16 Byte |
| 510 – 511 | Signatur 0x55AA (Kennzeichen eines gültigen MBR) |
- Grenzen: Adressen sind 32 Bit breit, daher höchstens etwa 2 TiB pro Datenträger. Nur vier Primärpartitionen. Wer mehr braucht, legt eine erweiterte Partition mit logischen Laufwerken an.
- Kein Schutz: Der Bootcode ist nicht signiert. Bootviren und Bootkits nisten sich dort ein. Deshalb sind Secure Boot und GPT sicherer.
- Reparatur: In Windows
bootrec /fixmbr, in Linuxgrub-installoderms-sys. Sicherung der Tabelle mitdd if=/dev/sda of=mbr.bak bs=512 count=1. - Nachfolger: GPT. Konvertieren von MBR zu GPT ist mit
mbr2gptmöglich. - Nicht verwechseln: Der Volume Boot Record (VBR) ist der Startsektor einer einzelnen Partition, der MBR der des gesamten Datenträgers.
Siehe auch: GPT (GUID Partition Table), Legacy Boot (BIOS-Modus), Partitionen