Legacy Boot (BIOS-Modus)
Kurz: Legacy Boot ist der klassische Startmodus alter BIOS-Rechner: Die Firmware lädt den ersten Sektor der Festplatte (MBR) und führt den dort liegenden Startcode aus.
Genauer: Der Begriff steht im Gegensatz zum UEFI-Boot. Moderne Mainboards können beides („CSM” für Legacy). Legacy Boot ist einfacher, aber begrenzt und bietet keine Sicherheitsprüfung.
Im Detail
Ablauf beim Legacy Boot:
- POST: Die Firmware testet die Hardware.
- Bootgerät wählen: Nach der Bootreihenfolge im BIOS (Festplatte, USB, CD).
- MBR laden: Der erste Sektor (512 Byte) enthält ein winziges Startprogramm (446 Byte) und die Partitionstabelle (64 Byte).
- Bootloader: Der MBR-Code lädt einen größeren Bootloader (zum Beispiel GRUB oder den Windows-Boot-Manager) aus der aktiven Partition.
- Betriebssystem: Der Bootloader lädt den Kern.
Grenzen:
- MBR kennt nur Datenträger bis 2 TiB und maximal 4 Primärpartitionen.
- Läuft im 16-Bit-Real-Mode, langsam und ohne Treiberumfeld.
- Kein Secure Boot, daher anfällig für Bootviren.
- Windows 11 lässt sich so nicht starten.
Wann braucht man es noch? Für sehr alte Betriebssysteme (Windows 7 32 Bit, DOS), alte Rettungs-USB-Sticks oder Spezialhardware. Dann im UEFI „CSM” oder „Legacy Support” aktivieren.
Wichtig: Das Installationsmedium muss zum Modus passen. Wer Windows im UEFI-Modus installiert hat, startet es nicht im Legacy-Modus und umgekehrt.
Siehe auch: BIOS und UEFI im Vergleich, MBR (Master Boot Record), CSM (Compatibility Support Module)