Firmware
Kurz: Firmware ist Software, die fest in ein Gerät eingebaut ist und dessen Hardware grundlegend steuert. Sie liegt in einem nichtflüchtigen Speicher (Flash) und bleibt auch ohne Strom erhalten.
Genauer: Zwischen reiner Hardware und einem Betriebssystem braucht jedes Gerät ein Programm, das die ersten Schritte macht. Beim PC ist das die BIOS-/UEFI-Firmware auf dem Mainboard. Aber auch Festplatten, Router, Drucker, Tastaturen, Netzwerkkarten und Smartphones haben eigene Firmware.
Im Detail
- Aufgaben: Hardware starten und prüfen, Geräte ansprechen, das Betriebssystem laden (Bootvorgang), einfache Einstellungen anbieten.
- Speicherort: Früher maskenprogrammierter ROM, später EPROM/EEPROM, heute meist Flash-Chips, die sich per Update neu beschreiben lassen.
- PC-Firmware: BIOS (alt) und UEFI (modern). Hier stellt man Bootreihenfolge, Secure Boot und Hardwareoptionen ein.
- Firmware-Update (Flashen): Behebt Fehler und Sicherheitslücken, bringt neue Funktionen oder Hardware-Unterstützung. Es darf nie durch Stromausfall unterbrochen werden, sonst kann das Gerät unbrauchbar werden („bricken”). Gute Mainboards haben deshalb ein zweites Backup-Image (Dual BIOS).
- Firmware vs. Treiber vs. Software: Firmware läuft im Gerät selbst. Ein Treiber läuft im Betriebssystem und vermittelt zwischen System und Gerät. Anwendungen laufen darüber.
- Sicherheit: Firmware läuft sehr tief und wird vor dem Betriebssystem geladen. Schadcode dort ist schwer zu entdecken (Rootkits). Dagegen helfen Signaturen, Secure Boot und regelmäßige Updates.
- Quelloffene Alternativen: coreboot, OpenWrt (Router), Libreboot.
Siehe auch: BIOS, UEFI, Secure Boot, Treiber