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ADB (Android Debug Bridge)

Kurz: ADB ist ein Kommandozeilenwerkzeug, mit dem ein Computer ein Android-Gerät per USB oder WLAN steuert: Apps installieren, Dateien kopieren, Protokolle lesen und Befehle ausführen.

Genauer: ADB besteht aus drei Teilen: dem Client (adb am Rechner), einem Server (Hintergrundprozess am Rechner) und dem Dienst adbd auf dem Gerät. Entwickler nutzen es zum Testen und Fehlersuchen. Es gehört zu den Android Platform Tools.

Im Detail

Einrichten:

  1. Auf dem Gerät: Einstellungen → Über das Telefon → mehrfach auf die Build-Nummer tippen, um die Entwickleroptionen zu aktivieren.
  2. Dort USB-Debugging einschalten.
  3. Per USB verbinden und die Fingerabdruck-Abfrage („Diesem Computer vertrauen?”) bestätigen.
  4. Am Rechner: Platform Tools herunterladen, adb devices zeigt das Gerät.

Wichtige Befehle:

adb devices                       # verbundene Geräte
adb install app.apk               # App installieren
adb uninstall paket.name          # App entfernen
adb push datei.txt /sdcard/       # Datei aufs Gerät
adb pull /sdcard/foto.jpg .       # Datei vom Gerät holen
adb logcat                        # Systemprotokoll live
adb shell                         # Konsole auf dem Gerät
adb shell pm list packages        # installierte Pakete
adb reboot bootloader             # Neustart in den Bootloader
adb tcpip 5555 && adb connect IP  # über WLAN
  • Fastboot: Zweites Werkzeug für den Bootloader-Modus: fastboot flashing unlock, fastboot flash. Damit werden Systemabbilder geschrieben. Das Entsperren löscht die Daten.
  • Wireless Debugging: Ab Android 11 koppelt man ohne Kabel per Code.
  • Sicherheit: USB-Debugging gewährt weitreichenden Zugriff. Nach der Arbeit ausschalten, nur eigenen Rechnern vertrauen, Gerät nie an fremden Ladestationen mit aktivem Debugging anschließen. Die Freigabe-Meldung am Gerät schützt davor.
  • Verwandt: Android Studio, Emulatoren, Wireshark/Netzwerkanalyse über ADB.

Siehe auch: Bootloader, Treiber, Firmware