Post-Quanten-Kryptografie
Kurz: Ein ausreichend großer Quantencomputer könnte RSA und elliptische Kurven brechen. Post-Quanten-Verfahren sind neue Algorithmen, die auch gegen Quantenangriffe als sicher gelten.
Genauer: Shors Algorithmus faktorisiert große Zahlen und löst diskrete Logarithmen effizient, was RSA, DH und ECC bedroht. Symmetrische Verfahren (AES) und Hashes sind kaum betroffen, man verdoppelt nur die Schlüssellänge (AES-256). Standardisiert hat das NIST gitterbasierte Verfahren (ML-KEM, ML-DSA) und hashbasierte Signaturen.
Im Detail
- „Harvest now, decrypt later“: Angreifer speichern heute verschlüsselte Daten, um sie später zu knacken.
- ML-KEM (Kyber): Schlüsselaustausch, gitterbasiert.
- ML-DSA (Dilithium), SLH-DSA (SPHINCS+): Signaturen.
- Hybridverfahren: Klassisch plus Post-Quanten, damit Fehler in einem nicht alles zerstören.
- Größere Schlüssel/Signaturen: Mehr Daten, wirkt auf Protokolle.
- Krypto-Agilität: Verfahren austauschbar halten.
- Zeitplan: Migration planen, auch wenn Quantencomputer noch nicht so weit sind.
Siehe auch: Elliptische Kurven und digitale Signaturen, Diffie-Hellman und Forward Secrecy