Süßungsmittel und Zuckeraustauschstoffe
Kurz: Süßstoffe (z. B. Aspartam, Sucralose) und Zuckeraustauschstoffe (z. B. Xylit, Erythrit) süßen mit wenig oder ohne Kalorien.
Genauer: Süßstoffe sind hunderte Male süßer als Zucker und werden in winzigen Mengen genutzt. Zuckeralkohole (Sorbit E420, Maltit E965, Xylit E967, Erythrit E968) haben etwa die Hälfte bis zwei Drittel der Kalorien von Zucker und wirken in größeren Mengen abführend.
Im Detail
- Aspartam (E951): Wird in Phenylalanin gespalten, darum der Warnhinweis „enthält eine Phenylalaninquelle” für Menschen mit Phenylketonurie. 2023 stufte die IARC es als „möglicherweise krebserregend” (2B) ein, die JECFA beließ den tolerierbaren Wert bei 40 mg/kg Körpergewicht.
- Acesulfam K (E950), Sucralose (E955), Cyclamat (E952), Saccharin (E954): kalorienfrei.
- Steviolglycoside (E960): aus der Stevia-Pflanze, in der Zutatenliste als „Süßungsmittel”.
- Erythrit: Wird fast vollständig ausgeschieden, wird neuerdings aber auf Herz-Kreislauf-Risiken untersucht.
- Xylit und Hunde: Xylit ist für Hunde bereits in kleinen Mengen lebensgefährlich. Kaugummis und Backwaren mit Xylit gehören nicht in Reichweite.
- Gewöhnungseffekt: Der Nutzen für das Abnehmen ist umstritten.
Siehe auch: E-Nummern (Lebensmittelzusatzstoffe), Versteckter Zucker in Lebensmitteln