Küchenhygiene und Lebensmittelinfektionen: Salmonellen und Co. vermeiden
Kurz: Die meisten Lebensmittelinfektionen lassen sich mit vier Gewohnheiten vermeiden: Hände waschen, rohe und gegarte Lebensmittel trennen, durchgaren und kühl lagern.
Genauer: Typische Erreger sind Salmonellen, Campylobacter, Noroviren, Listerien und EHEC. Beschwerden wie Durchfall, Erbrechen und Fieber beginnen oft Stunden bis Tage nach dem Essen.
Im Detail
Die vier Grundregeln
- Sauber: Hände vor dem Kochen 20–30 Sekunden mit Seife waschen, nach Kontakt mit rohem Fleisch und Eiern erneut. Tücher oft wechseln (60 °C Wäsche).
- Trennen: Rohes Fleisch, Geflügel, Fisch und Eier getrennt von Salat und fertigen Speisen; eigene Bretter oder gründlich spülen.
- Durchgaren: Kerntemperatur ab etwa 70 °C (Geflügel, Hack), Eier hart gekocht; ein Küchenthermometer hilft.
- Kühlen: Reste schnell abkühlen, im Kühlschrank bei höchstens 7 °C aufbewahren und nur einmal aufwärmen (auf mindestens 70 °C).
Risikolebensmittel
- Rohes Geflügel (Campylobacter, Salmonellen): nie waschen (Spritzer verteilen Keime), nur trocken abtupfen.
- Rohmilch, Rohwurst, Räucherlachs, Weichkäse: für Schwangere, Kleinkinder, Ältere und Abwehrgeschwächte wegen Listerien meiden oder erhitzen.
- Rohe Eier: Mayonnaise, Tiramisu, Teig. Sprossen und Rohkost nur frisch und gründlich gewaschen.
- Reis: nach dem Kochen rasch kühlen (Bacillus cereus).
Wenn es passiert ist
- Viel trinken (Wasser, Tee, Elektrolytlösung), leichte Kost.
- Ärztliche Hilfe bei Blut im Stuhl, hohem Fieber, Austrocknung (wenig Urin, Schwindel), bei Säuglingen, Älteren oder Beschwerden über mehrere Tage.
- Hygiene bei Erkrankten: getrennte Handtücher, häufig Hände waschen, Toilette desinfizieren.
- Bei Erkrankungen in Gemeinschaften (Kita, Küche) bestehen Meldepflichten (Infektionsschutzgesetz). Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung.
Siehe auch: Lebensmittel richtig lagern, Eier-Kennzeichnung, Mindesthaltbarkeitsdatum und Verbrauchsdatum