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Eier-Kennzeichnung: den Code auf dem Ei verstehen

Kurz: Der Stempel auf dem Ei verrät die Haltungsform (erste Ziffer), das Herkunftsland und den Betrieb; 0 steht für Bio, 1 für Freiland, 2 für Bodenhaltung, 3 für Käfig-Kleingruppen.

Genauer: In der EU muss jedes Ei der Güteklasse A gestempelt sein. Ein Code wie 2-DE-0356352 enthält drei Informationen.

Im Detail

Den Code lesen

  • Erste Ziffer: Haltungsform. 0 = Ökologisch/Bio, 1 = Freilandhaltung, 2 = Bodenhaltung, 3 = Kleingruppenhaltung (in Deutschland seit 2025 ausgelaufen).
  • Zwei Buchstaben: Land, zum Beispiel DE Deutschland, NL Niederlande, PL Polen.
  • Restliche Ziffern: Betrieb (in Deutschland Bundesland und Stallnummer), so lässt sich ein Ei bis zum Stall zurückverfolgen. Auf der Verpackung stehen außerdem Güteklasse, Gewichtsklasse (S, M, L, XL), Mindesthaltbarkeit und Packstelle.

Haltungsformen

  • Bio (0): Auslauf, Biofutter, kleinere Gruppen, weniger Tiere je Stall, Vorgaben der EU-Öko-Verordnung.
  • Freiland (1): Auslauf im Freien, mindestens ein Teil des Tages.
  • Boden (2): Stall ohne Auslauf, die Tiere laufen frei im Raum. Gütesiegel und Tierwohl-Label der Händler ergänzen das; die Ziffer bleibt die verlässlichste Angabe.

Frische und Sicherheit

  • Mindesthaltbarkeit beträgt höchstens 28 Tage nach dem Legen. Eier sollten kühl (unter 20 °C, bevorzugt im Kühlschrank) lagern.
  • Schalen nicht waschen (zerstört den Schutzfilm).
  • Frischetest: Im Wasserglas sinkt ein frisches Ei, ein altes steht oder schwimmt.
  • Salmonellen: Rohe Eier und Speisen daraus (Tiramisu, Mayonnaise) für Schwangere, Kinder und Ältere meiden; Eier mindestens 10 Minuten durchkochen/ausbacken.
  • Verarbeitete Eier (Nudeln, Gebäck) tragen keinen Stempel; achte auf Angaben zur Haltung auf der Packung.

Siehe auch: Bio-Siegel und Lebensmittelsiegel, Lebensmittel richtig lagern