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Widerrufsrecht im Fernabsatz

Kurz: Wer als Verbraucher im Internet, per Telefon oder Katalog kauft, kann den Vertrag in der Regel innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen widerrufen.

Genauer: Die Frist beginnt bei Waren mit dem Erhalt, bei Dienstleistungen mit Vertragsschluss. Der Widerruf braucht keine Begründung, aber eine eindeutige Erklärung, zum Beispiel per E-Mail. Fehlt die Belehrung, verlängert sich die Frist bis auf zwölf Monate und 14 Tage.

Im Detail

Keine Rechtsberatung.

  • Start der Frist: Bei einer Lieferung mit mehreren Paketen erst mit dem letzten Paket. Bei Abos ab Vertragsschluss.
  • Rücksendung: Der Verbraucher muss die Ware innerhalb von 14 Tagen nach der Erklärung zurückschicken. Die Kosten trägt er nur, wenn der Händler vorher darauf hingewiesen hat.
  • Erstattung: Der Händler zahlt innerhalb von 14 Tagen nach dem Widerruf zurück, auch die Standard-Hinweisversandkosten. Er darf warten, bis die Ware da ist oder ein Nachweis der Rücksendung vorliegt.
  • Wertersatz: Bei Waren, die über das Prüfen hinaus benutzt wurden, kann der Händler einen Abzug für den Wertverlust verlangen.
  • Ausnahmen: Maßgefertigte Waren, schnell verderbliche Ware, versiegelte Hygiene- oder Datenträger-Ware nach dem Öffnen, Tickets für Freizeitveranstaltungen mit festem Termin.
  • Digitale Inhalte: Das Widerrufsrecht erlischt, wenn der Verbraucher ausdrücklich zustimmt, dass der Anbieter sofort beginnt, und bestätigt, dass er sein Widerrufsrecht dadurch verliert. Siehe Widerrufsrecht bei digitalen Inhalten (§ 356 Abs. 5 BGB).

Siehe auch: Garantie und Gewährleistung, AGB