EMZETT.
Login

Gesetzliche Krankenversicherung: Leistungen, Beitrag und Familienversicherung

Kurz: Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) deckt die Grundversorgung; der Beitrag richtet sich nach dem Einkommen, und Kinder oder Partner können unter Bedingungen mitversichert sein.

Genauer: In Deutschland besteht Versicherungspflicht: Jeder braucht Krankenversicherung. Die meisten Menschen sind in der GKV (Krankenkassen wie AOK, TK, Barmer, IKK), andere privat (PKV). Beträge und Regeln ändern sich; prüfe den aktuellen Stand bei der zuständigen Stelle.

Im Detail

Leistungen

Ärztliche und zahnärztliche Behandlung, Krankenhaus, Arzneimittel (mit Zuzahlung), Vorsorge und Impfungen, Krankengeld, Mutterschaft, Reha, Heil- und Hilfsmittel. Eine elektronische Gesundheitskarte weist die Versicherung nach, und mit ihr kann man zum Arzt gehen. Zuzahlungen sind begrenzt (Belastungsgrenze 2 % des Einkommens, bei chronisch Kranken 1 %). Zusatzleistungen (Zahnersatz, Brille) sind teilweise nur begrenzt abgedeckt.

Beitrag

Der Beitrag besteht aus einem allgemeinen Beitragssatz (etwa 14,6 % des Bruttoeinkommens, hälftig vom Arbeitgeber getragen) plus einem Zusatzbeitrag der jeweiligen Kasse (um 2 %, auch hälftig geteilt). Auszubildende zahlen ebenfalls, bei geringer Vergütung (unter der Geringverdienergrenze) übernimmt der Betrieb den gesamten Beitrag. Ein Kassenwechsel ist mit Frist möglich, besonders bei Beitragserhöhung durch Sonderkündigung.

Familienversicherung

Ehepartner und Kinder können beitragsfrei mitversichert sein, wenn ihr Einkommen unter einer Grenze bleibt. Kinder bis 18 Jahre, bei Ausbildung oder Studium bis 25 Jahre (Ausnahmen, etwa bei Behinderung), ohne eigene Versicherungspflicht. Mit der Ausbildung (Ausbildungsvergütung über der Minijobgrenze) wirst du meist selbst pflichtversichert über den Betrieb.

Praktisch

Nimm die Karte mit zum Arzt, nutze Vorsorgeuntersuchungen (kostenlos), und fordere eine Kostenerstattung nur nach Absprache. Bei Ärger: Beschwerde bei der Kasse, dann beim Bundesamt für Soziale Sicherung. Gute Info bieten Verbraucherzentralen und Stiftung Warentest.

Siehe auch: Sozialversicherung