EMZETT.
Login

Prüfungsangst und Nervosität: Was wirklich hilft

Kurz: Nervosität vor Prüfungen ist normal; gute Vorbereitung, Atem- und Denktechniken und ein fester Ablauf am Prüfungstag senken die Anspannung deutlich.

Genauer: Ein wenig Anspannung macht wach und leistungsfähig. Zu viel führt zu Blackouts, Herzklopfen und Grübeln. Prüfungsangst ist verbreitet, auch bei Abschluss- und Gesellenprüfungen. Sie lässt sich mit Übung gut verringern.

Im Detail

Vorher

  • Realistisch planen: Lernplan mit Puffer, früh anfangen.
  • Prüfungssituation üben: Probeprüfungen unter Zeitdruck, mündliche Antworten laut sprechen.
  • Schlaf und Essen: Am Vorabend nicht durchlernen, ausreichend schlafen, leichtes Frühstück.
  • Alles bereitlegen: Ausweis, Zulassung, Stifte, erlaubte Hilfsmittel, Wegstrecke planen, eher früher da sein.

In der Prüfung

  • Atmen: 4 Sekunden einatmen, 6 bis 8 Sekunden ausatmen, einige Male wiederholen.
  • Aufgaben überfliegen, mit den sicheren beginnen, Zeit pro Aufgabe einteilen.
  • Blackout: Pause, trinken, zur nächsten Aufgabe springen; das Wissen kommt oft zurück.
  • Gedanken umlenken: Statt „Ich schaffe das nicht“ lieber „Ich beantworte jetzt Aufgabe 1“.
  • Mündlich: Fragen in Ruhe wiederholen, nachfragen ist erlaubt, ehrlich sagen, wo man unsicher ist, und den Gedankengang erklären.

Wenn die Angst zu stark ist

Hält die Angst lange an, verursacht körperliche Beschwerden oder verhindert Lernen und Schlaf, ist Hilfe sinnvoll: Gespräch mit Ausbilder, Lehrkraft oder Schulpsychologie, Beratungsstellen der Kammer, Hausarzt oder Psychotherapie. Bei Prüfungsbedingungen (zum Beispiel Lese-Rechtschreib-Schwäche, Behinderung) gibt es Nachteilsausgleiche, die rechtzeitig beantragt werden müssen.

Danach

Auch ein Durchfallen ist kein Weltuntergang: Die Prüfung kann wiederholt werden, und aus der Analyse folgt ein besserer Plan. Feiere bestandene Teile und plane Erholung ein.

Siehe auch: Lernen lernen, Prüfungsvorbereitung, Wiederholung und Nichtbestehen