Smartwatch und Fitnessarmband: Was sie messen
Kurz: Smartwatches und Fitnessarmbänder messen Bewegung, Herzfrequenz und Schlaf mit Sensoren am Handgelenk und verbinden sich mit dem Smartphone.
Genauer: Diese tragbaren Computer („Wearables“) sammeln Gesundheits- und Aktivitätsdaten und zeigen Benachrichtigungen. Sie sind praktisch, aber ihre Messwerte sind keine medizinischen Diagnosen. Wichtig sind auch Datenschutz und Akkulaufzeit.
Im Detail
Sensoren
- Beschleunigungssensor und Gyroskop: Schritte, Bewegung, Schlafphasen.
- Optischer Pulssensor (PPG): grüne LEDs leuchten in die Haut, Lichtreflexion verändert sich mit dem Blutfluss, daraus entsteht die Herzfrequenz. Auf Bewegung und Hautton reagiert er empfindlich.
- GPS für Strecken und Geschwindigkeit.
- Barometer (Höhenmeter), Kompass.
- Bei manchen Modellen: EKG, Blutsauerstoff (SpO₂), Hauttemperatur.
Wie genau sind die Werte?
Schrittzähler und Pulsmessung in Ruhe sind meist brauchbar, bei intensiven Intervallen oder Handgelenkbewegung weniger. Kalorienverbrauch und Schlafphasen sind Schätzungen. EKG-Funktionen einiger Uhren können Vorhofflimmern erkennen, sind aber Screening, nicht Diagnose. Bei Beschwerden oder auffälligen Werten gehört die Abklärung zum Arzt. Vergleiche Trends statt einzelner Zahlen.
Datenschutz
Gesundheitsdaten gehören zu den besonders sensiblen Daten (Art. 9 DSGVO). Prüfe, wo sie gespeichert werden (Cloud des Herstellers, auf dem Handy), ob sie geteilt oder zu Werbezwecken genutzt werden, und welche Berechtigungen die App verlangt. Standortdaten von Sportrouten können Wohnort und Gewohnheiten verraten (öffentliche Profile vermeiden). Mit Export- und Löschfunktionen lassen sich Daten kontrollieren.
Auswahl und Nutzung
- Akku: Fitnessarmbänder halten oft ein bis zwei Wochen, Smartwatches ein bis wenige Tage.
- Kompatibilität: Apple Watch nur mit iPhone, Wear OS und viele Armbänder mit Android und iOS.
- Wasserdichtigkeit, Display, Tragekomfort.
- Sinnvoll als Motivation und Trainingsübersicht; eine Uhr ersetzt weder Bewegung noch Arzttermine. Nachtmodus und Benachrichtigungen reduzieren, um nicht ständig abgelenkt zu sein.
Siehe auch: Akku und Aufladen richtig, Datenschutz im Alltag, Bluetooth verbinden