Augmented Reality und Mixed Reality: Die reale Welt erweitern
Kurz: Augmented Reality blendet digitale Inhalte in die echte Umgebung ein, Virtual Reality ersetzt sie komplett, und Mixed Reality lässt beides interagieren.
Genauer: VR (Virtual Reality) setzt dich mit einer geschlossenen Brille in eine rein digitale Welt. AR (Augmented Reality) legt Grafiken über das Bild der Wirklichkeit, etwa auf dem Handydisplay. MR (Mixed Reality) geht weiter: Digitale Objekte erkennen den Raum, verschwinden hinter Möbeln und lassen sich anfassen.
Im Detail
Technik
- Kamera und Sensoren erfassen die Umgebung: Bewegungssensoren (IMU), Tiefenkameras oder LiDAR, Infrarot.
- SLAM (Simultaneous Localization and Mapping): Das Gerät baut eine Karte des Raums und weiß zugleich, wo es sich darin befindet.
- Rendering der Grafik exakt zur Blickrichtung (niedrige Latenz, sonst wird einem übel).
- Anzeige: Smartphone-Display, Pass-through (Kameras zeigen die Umgebung auf Displays in der Brille) oder durchsichtige Optik (Wellenleiter) wie bei HoloLens.
Anwendungen
- Handy-AR: Möbel virtuell ins Zimmer stellen, Filter, Navigation mit Pfeilen, Spiele (Pokémon GO).
- Industrie: Montageanleitungen und Wartung mit Einblendungen, Remote-Hilfe durch Experten.
- Medizin und Ausbildung: Operationsplanung, Anatomie, Training gefährlicher Abläufe.
- Architektur und Design: Modelle im Maßstab 1:1 ansehen.
- Brillen wie Apple Vision Pro oder Meta Quest (mit Pass-through) bringen MR in den Alltag.
Entwicklung
Frameworks: ARKit (iOS), ARCore (Android), WebXR (im Browser), Engines wie Unity und Unreal. Wichtig sind Performance, Lesbarkeit der Einblendungen, Sicherheit (nicht beim Gehen ablenken) und Bedienung ohne Maus.
Datenschutz und Gesundheit
Kameras erfassen Wohnungen, Personen und Umgebung; prüfe, wo Daten verarbeitet werden. Längere Nutzung kann zu Ermüdung, Schwindel und Augenbelastung führen, daher Pausen einplanen. Für Kinder gelten Altersempfehlungen der Hersteller.
Siehe auch: VR-Brille, Smartwatch und Fitnessarmband