Festplatten- und SSD-Gesundheit: SMART-Werte lesen
Kurz: SMART ist eine Selbstüberwachung von Festplatten und SSDs; Werte wie neu zugewiesene Sektoren oder Verschleiß zeigen früh, wann ein Laufwerk ersetzt werden sollte.
Genauer: Datenträger gehen irgendwann kaputt, oft ohne Vorwarnung. S.M.A.R.T. (Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology) sammelt Messwerte im Laufwerk, die man auslesen kann. SMART ist kein Garant: Manche Laufwerke fallen ohne Auffälligkeit aus. Deshalb gilt immer: Backup.
Im Detail
Werkzeuge
- CrystalDiskInfo (Windows), smartmontools (
smartctl -a /dev/sda, Linux/macOS), GSmartControl (grafisch), Herstellertools. - NVMe-SSDs:
smartctl -a /dev/nvme0odernvme smart-log. Sie zeigen Status wie „Gut“, „Vorsicht“ oder „Schlecht“ und die Einzelwerte.
Wichtige Werte bei HDDs
- Reallocated Sector Count: ersetzte defekte Sektoren. Steigt der Wert, stirbt die Platte.
- Current Pending Sectors und Uncorrectable Sectors: instabile Sektoren.
- Spin Retry Count, Seek Error Rate, Temperatur.
- Power-On Hours: Betriebsstunden. Jede Zunahme der kritischen Werte ist ein Alarmsignal.
Wichtige Werte bei SSDs
- Percentage Used / Wear Leveling Count: Verschleiß der Zellen.
- Available Spare: Reserve-Zellen.
- Media and Data Integrity Errors.
- Data Units Written (TBW): geschriebene Datenmenge, mit dem Hersteller-Limit vergleichen. Moderne SSDs halten bei Alltagsnutzung viele Jahre; bei Warnungen Daten sichern und tauschen.
Was tun bei Warnung?
Sofort Backup der wichtigen Daten, dann das Laufwerk austauschen. Nicht weiter beschreiben, bei sehr alten HDDs kein Dauerbetrieb. Bei klackernden Geräuschen sofort ausschalten. Für Datenrettung bei Profis nachfragen, selbst ausprobieren kann Daten endgültig zerstören. Temperaturen niedrig halten und Rechner nicht stoßen.
Siehe auch: Wear Leveling bei SSDs, SSDs, Backup-Strategie, RAID