MIMO und Beamforming
Kurz: MIMO nutzt mehrere Antennen, um mehr Daten parallel zu übertragen, Beamforming richtet das Signal gezielt auf ein Gerät.
Genauer: Beides sind Wege, aus demselben Funkkanal mehr herauszuholen, ohne die Frequenz zu erhöhen.
Im Detail
- MIMO („Multiple Input, Multiple Output”): Sender und Empfänger haben mehrere Antennen. Reflexionen im Raum, die früher störten, werden genutzt, um mehrere unabhängige Datenströme („Spatial Streams”) gleichzeitig zu senden. „2x2” heißt zwei Sende- und zwei Empfangsantennen.
- MU-MIMO: Der Router bedient mehrere Geräte gleichzeitig mit eigenen Strömen statt nacheinander. Ab Wi-Fi 5 (Downlink), Wi-Fi 6 auch Uplink.
- Beamforming: Der Router stellt Phasen der Antennen so ein, dass sich Signale am Zielgerät verstärken. Ergebnis: stabilere Verbindung, größere Reichweite bei gleicher Leistung.
- Praxis: Auf Geräteseite (Handy) sind oft nur 1 bis 2 Antennen verbaut, das begrenzt den Gewinn.
- Auch bei Mobilfunk: 4G/5G nutzen „Massive MIMO” mit dutzenden Antennenelementen.
- Zusammenhang: Siehe WLAN-Standards und Modulation.
Siehe auch: 5G