Jitter-Buffer und Opus: gute Sprachqualität im Netz
Kurz: Bei Telefonie und Videoanrufen schwanken die Ankunftszeiten der Pakete (Jitter). Ein Jitter-Buffer glättet das, und Codecs wie Opus verstecken verlorene Pakete.
Genauer: Sprache muss gleichmäßig abgespielt werden, die Pakete kommen aber unregelmäßig. Der Empfänger sammelt sie kurz und gibt sie im richtigen Takt wieder.
Im Detail
- Jitter: Schwankung der Laufzeit durch wechselnde Warteschlangen im Netz. Gemessen in Millisekunden. Siehe Speedtest richtig lesen.
- Jitter-Buffer: Hält Pakete für etwa 20 bis 200 ms zurück, ordnet sie und spielt sie gleichmäßig. Größer = stabiler, aber mehr Verzögerung. Adaptive Puffer passen sich an.
- Paketverlust: Zu späte Pakete zählen als verloren. Gegenmittel: Verlustverdeckung (Packet Loss Concealment), Vorwärtsfehlerkorrektur, Wiederholungsanforderungen bei Video.
- Opus: Offener Codec für Sprache und Musik, 6 bis 510 kbit/s, Verzögerung ab 5 ms, in WebRTC, Discord und Teams üblich. Siehe Audioformate.
- Verbessern: Kabel statt WLAN, QoS für Sprachverkehr, Überlastung vermeiden.
- Protokolle: RTP trägt die Medien, RTCP meldet Qualität.
Siehe auch: UDP