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Verschachteltes Üben: Aufgabentypen mischen

Kurz: Beim verschachtelten Üben (englisch „interleaving“) übt man verschiedene, aber verwandte Aufgabentypen gemischt statt einen Typ nach dem anderen in Blöcken. Das fühlt sich schwerer an, führt aber in vielen Studien zu besserem Behalten und Anwenden.

Genauer: Beim Blocklernen weiß man schon vor der Aufgabe, welches Verfahren gefragt ist. Beim Mischen muss man zuerst erkennen, welche Methode passt, und genau diese Entscheidung wird in Prüfungen verlangt. Gut belegt ist der Effekt vor allem in Mathematik und beim Unterscheiden von Kategorien.

Im Detail

  • Blockweise üben: Erst zehn Aufgaben zur Flächenberechnung von Dreiecken, dann zehn zu Kreisen. Das wirkt flüssig und erfolgreich.
  • Verschachtelt üben: Dreiecke, Kreise und Trapeze bunt gemischt, sodass man jedes Mal neu überlegen muss.
  • Warum es hilft: Man lernt, Aufgaben zu unterscheiden und das passende Werkzeug zu wählen, statt nur ein Verfahren mechanisch zu wiederholen.
  • Belege: Studien etwa von Doug Rohrer zum Mathematikunterricht und von Nate Kornell und Robert Bjork zum Erkennen von Malstilen zeigten Vorteile gegenüber Blocklernen.
  • Gefühl täuscht: Viele Lernende halten Blocklernen für wirksamer, weil es sich leichter anfühlt; das gehört zu den sogenannten erwünschten Erschwernissen.
  • Erst Grundlagen, dann mischen: Bei ganz neuem Stoff ist es sinnvoll, ein Verfahren zunächst kurz im Block zu verstehen, bevor man mischt.
  • Nur Verwandtes mischen: Es geht um ähnliche Themen innerhalb eines Fachs, nicht um zufälliges Springen zwischen Englisch und Chemie.
  • Gut kombinierbar: Verschachteltes Üben passt gut zu Selbsttests und verteilten Wiederholungen (testeffekt-und-abrufueben, vergessenskurve-und-wiederholen).