Lesegeschwindigkeit und Schnelllesen
Kurz: Die durchschnittliche Lesegeschwindigkeit liegt bei etwa 200 bis 300 Wörtern pro Minute. Schnelllesetechniken versprechen höhere Tempi, gehen dabei aber oft zu Lasten des Verständnisses.
Genauer: Wissenschaftliche Studien zeigen, dass ab einem gewissen Tempo das Textverständnis deutlich abnimmt.
Im Detail
- Subvokalisation: Das innere Mitsprechen von Wörtern begrenzt die maximale Lesegeschwindigkeit stark.
- Augenbewegungen: Geübte Leser machen weniger und größere Blicksprünge über den Text.
- Skimming: Schnelles Überfliegen für einen groben Überblick, nicht für Detailverständnis geeignet.
- Scanning: Gezieltes Suchen nach bestimmten Informationen statt vollständigem Lesen.
- Trainingseffekt: Regelmäßiges Lesen erhöht die Geschwindigkeit auf natürliche Weise.
- Zielkonflikt: Tempo und Verständnis stehen oft in Konkurrenz, das Lesetempo sollte zum Zweck passen.
- Praxis: Für wissenschaftliche Texte lohnt sich oft langsameres, aktives Lesen statt reinem Schnelllesen (gedaechtnistechniken-und-mnemotechnik).