Legasthenie und LRS verstehen
Kurz: Legasthenie, auch Lese-Rechtschreib-Störung (LRS) genannt, bezeichnet anhaltende Schwierigkeiten beim Lesen oder Schreiben trotz normaler Intelligenz und ausreichendem Unterricht. Sie ist keine Folge von Faulheit oder mangelnder Übung.
Genauer: Die genauen Ursachen sind noch nicht vollständig erforscht, eine genetische Komponente wird aber angenommen.
Im Detail
- Erkennung: Fachärztliche oder psychologische Diagnostik unterscheidet LRS von vorübergehenden Lernschwierigkeiten.
- Symptome: Vertauschen von Buchstaben, langsames Lesetempo, Schwierigkeiten bei der Rechtschreibung trotz Übung.
- Nachteilsausgleich: Betroffene können in der Schule Zeitverlängerung oder andere Anpassungen erhalten (notenschutz-und-nachteilsausgleich).
- Förderung: Spezielle Übungsprogramme und individuelle Förderung helfen beim Umgang mit der Störung.
- Kein Zusammenhang mit Intelligenz: Legasthenie sagt nichts über die allgemeine kognitive Leistungsfähigkeit aus.
- Technische Hilfen: Vorlesesoftware und spezielle Schriftarten können den Alltag erleichtern.
- Langfristig: Viele Betroffene entwickeln erfolgreiche Strategien und meistern Ausbildung und Berufsleben gut.