Symbiose und Parasitismus
Kurz: Symbiose beschreibt enge biologische Beziehungen zwischen verschiedenen Arten, die unterschiedlich ausgeprägt sein können: von gegenseitigem Nutzen bis zur Ausbeutung eines Partners. Parasitismus ist eine Form der Symbiose, bei der nur eine Seite profitiert.
Genauer: Man unterscheidet grundsätzlich Mutualismus, Kommensalismus und Parasitismus nach dem Verhältnis von Nutzen und Schaden.
Im Detail
- Mutualismus: Beide Partner profitieren, etwa Bienen und Blütenpflanzen bei der Bestäubung.
- Kommensalismus: Ein Partner profitiert, der andere wird weder geschädigt noch gefördert, wie bei manchen Vogelarten auf großen Tieren.
- Parasitismus: Der Parasit nutzt den Wirt zum eigenen Vorteil und schadet ihm dabei, etwa Bandwürmer im Darm.
- Ekto- und Endoparasiten: Ektoparasiten leben außen auf dem Wirt wie Zecken, Endoparasiten im Inneren wie Darmwürmer.
- Koevolution: Wirt und Parasit entwickeln sich oft über lange Zeiträume gemeinsam weiter, was zu immer feineren Anpassungen führt.
- Flechten als Beispiel: Flechten bestehen aus einer engen Symbiose zwischen Pilzen und Algen oder Cyanobakterien.
- Bedeutung für Ökosysteme: Symbiotische Beziehungen sind oft entscheidend für die Stabilität ganzer Ökosysteme (insekten-und-bestaeuber, nahrungskette-und-oekosystem).