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Lysosomen und Zellverdauung

Kurz: Lysosomen sind kleine, membranumschlossene Zellorganellen, die als “Entsorgungs- und Verdauungssystem” der Zelle fungieren. Sie enthalten aggressive Verdauungsenzyme, die Abfallstoffe und beschädigte Zellbestandteile zersetzen.

Genauer: Das saure Milieu innerhalb der Lysosomen aktiviert die enthaltenen Enzyme optimal, während die Membran die Zelle vor diesen aggressiven Stoffen schützt.

Im Detail

  • Enzymausstattung: Lysosomen enthalten über 50 verschiedene Verdauungsenzyme, die Proteine, Fette, Kohlenhydrate und Nukleinsäuren abbauen können.
  • Phagozytose: Nach der Aufnahme von Fremdstoffen oder Krankheitserregern durch die Zelle verschmelzen Lysosomen mit den entstandenen Vesikeln, um deren Inhalt zu verdauen.
  • Autophagie: Die Zelle recycelt eigene beschädigte Organellen und Proteine, indem Lysosomen diese gezielt abbauen und die Bausteine wiederverwenden.
  • pH-Wert: Das stark saure Milieu von etwa pH 4,5 bis 5 im Inneren der Lysosomen ist für die optimale Enzymaktivität notwendig.
  • Membranschutz: Die Lysosomenmembran verhindert, dass die aggressiven Verdauungsenzyme die übrige Zelle schädigen, selbst bei einem Riss im Zellinneren.
  • Entstehungsweg: Lysosomen entstehen im Golgi-Apparat, der die benötigten Enzyme verpackt und zu funktionsfähigen Lysosomen formt.
  • Erkrankungen: Bestimmte genetische Speicherkrankheiten entstehen durch fehlende oder defekte lysosomale Enzyme, die zu einer schädlichen Anhäufung von Abfallstoffen führen (zelle-aufbau-und-funktion, enzyme-grundlagen).