Chromosomen und Karyotyp
Kurz: Chromosomen sind fadenförmige Strukturen im Zellkern, die die DNA eines Lebewesens geordnet verpacken. Der Karyotyp beschreibt die Anzahl, Größe und Form aller Chromosomen eines Organismus.
Genauer: Beim Menschen liegen 46 Chromosomen in 23 Paaren vor, davon 22 Paare gleichartige Autosomen und ein Paar Geschlechtschromosomen.
Im Detail
- Aufbau: Ein Chromosom besteht aus DNA, die eng um Histonproteine gewickelt ist, wodurch sich das Erbgut platzsparend verpacken lässt.
- Chromosomenpaare: Ein Chromosom stammt von der Mutter, das andere vom Vater, zusammen bilden sie ein homologes Paar.
- Geschlechtschromosomen: XX bestimmt bei Menschen weibliches, XY männliches Geschlecht, wobei das Y-Chromosom deutlich kleiner ist.
- Karyogramm: Eine fotografische Darstellung aller Chromosomen eines Zellkerns, geordnet nach Größe, dient der Diagnose von Chromosomenstörungen.
- Trisomien: Ein zusätzliches Chromosom, wie bei Trisomie 21 (Down-Syndrom), entsteht meist durch Fehler bei der Zellteilung (mitose-und-meiose).
- Artvergleich: Die Chromosomenzahl ist zwischen Tierarten sehr unterschiedlich und sagt nichts über die Komplexität eines Lebewesens aus.
- Verdichtung während der Teilung: Während der Zellteilung verdichten sich Chromosomen sichtbar, außerhalb davon liegen sie als entspanntes Chromatin vor (dna-und-rna-unterschiede).