Blutgruppen und ihre Vererbung
Kurz: Blutgruppen werden durch bestimmte Zuckermoleküle auf der Oberfläche roter Blutkörperchen definiert, hauptsächlich nach dem AB0-System und dem Rhesusfaktor. Sie werden nach festen genetischen Regeln von den Eltern vererbt.
Genauer: Das AB0-System unterscheidet die Blutgruppen A, B, AB und 0, je nach vorhandenen Antigenen auf den Zellen.
Im Detail
- AB0-System: Blutgruppe A und B tragen jeweils ein spezifisches Antigen, AB beide, 0 keines von beiden.
- Rhesusfaktor: Zusätzlich zur AB0-Gruppe bestimmt das Rhesus-Antigen, ob jemand Rhesus-positiv oder -negativ ist.
- Vererbungsregeln: Jedes Elternteil gibt eines von zwei Allelen weiter, wodurch bestimmte Blutgruppenkombinationen bei Kindern unmöglich sind.
- Bluttransfusion: Falsche Blutgruppenkombinationen bei Transfusionen können schwere, lebensbedrohliche Reaktionen auslösen.
- Universalspender und -empfänger: Blutgruppe 0 negativ gilt als Universalspender, AB positiv als Universalempfänger.
- Schwangerschaft: Ein Rhesus-negativer Rhesusfaktor bei der Mutter und positiver beim Kind erfordert besondere medizinische Vorsorge.
- Häufigkeitsunterschiede: Die Verteilung der Blutgruppen variiert je nach Weltregion und ethnischer Herkunft erheblich (dna-und-gene, vererbung-und-mendelsche-regeln).