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Schnellkochtopf: Funktionsweise

Kurz: Ein Schnellkochtopf ist ein dicht verschlossener Topf, in dem beim Erhitzen Überdruck entsteht. Unter diesem Druck siedet Wasser erst bei deutlich über 100 °C, deshalb garen Speisen schneller.

Genauer: Je nach Kochstufe erreicht das Wasser im Topf Temperaturen von grob 110 bis 120 °C. Mehrere Ventile und eine Deckelverriegelung sorgen dafür, dass der Druck begrenzt bleibt und der Topf nur drucklos geöffnet werden kann.

Im Detail

  • Physikalisches Prinzip: Der Siedepunkt von Wasser hängt vom Druck ab; steigt der Druck im geschlossenen Topf, steigt auch die Temperatur, bei der das Wasser kocht.
  • Dichtung: Ein Gummiring zwischen Topf und Deckel hält den Dampf im Inneren; er sollte sauber, weich und unbeschädigt sein und von Zeit zu Zeit erneuert werden.
  • Kochventil: Eine Anzeige oder ein Ventil im Deckel zeigt den Druck an und lässt überschüssigen Dampf ab, sodass die gewählte Kochstufe gehalten wird.
  • Sicherheitsventile: Zusätzliche Sicherheitseinrichtungen lassen Dampf entweichen, falls das Hauptventil verstopft ist; deshalb müssen alle Ventile vor jedem Kochen frei und sauber sein.
  • Füllmenge: Den Topf nie über die markierte Höchstmenge füllen; bei stark schäumenden oder quellenden Lebensmitteln wie Hülsenfrüchten oder Reis gilt eine niedrigere Grenze laut Bedienungsanleitung.
  • Öffnen nur ohne Druck: Den Deckel niemals gewaltsam öffnen; erst den Druck abbauen, etwa durch Abkühlen lassen oder über die vorgesehene Ablassfunktion, und dabei Gesicht und Hände vom austretenden Dampf fernhalten.
  • Energie und Zeit: Weil die Garzeit oft deutlich kürzer ist, braucht ein Schnellkochtopf meist weniger Energie als ein normaler Topf, besonders bei Kartoffeln, Hülsenfrüchten oder Eintöpfen.
  • Elektrische Varianten: Elektrische Druckgarer regeln Druck und Temperatur selbst; auch hier gilt, die Anleitung zu beachten, und ein beschädigtes Gerät nicht selbst zu öffnen (energiesparen-beim-kochen-und-backen, backofen-funktionsweise).